Montag, 9. November 2015

Dual 1229: Einmal bitte wie neu - Teil 2 Tellerlager


Heute habe ich nur eine Kleinigkeit nämlich das Tellerlager neu geschmiert. Die Lagerbrücke habe ich demontiert, diese wird oben im Chassis mit zwei Schrauben befestigt. Nachdem man eine Hutmutter am Kurvenrad gelöst hat, fällt einem auch schon die Lagerbrücke entgegen und man kann das als Kugellager ausgeführte Tellerlager nach oben von der Lagerbrücke abziehen. An diesem Kugellager muss man nun drei Laschen vorsichtig aufbiegen und dann kann man die Einzelteile aus dem Gehäuse nehmen.


Nachdem ich sämtliche Teile gereinigt habe, habe ich das Kugellager wieder zusammengebaut und dabei großzügig mit Kugellagerfett geschmiert. Öl würde ich zum Schmieren nicht verwenden, da es zwar die Nachlaufzeit extrem erhöht, aber zum Schmieren von Kugellagern generell nicht geeignet ist und zudem auch zu erhöhtem Rumpeln des Lagers führt.


Die drei Laschen des Lagerkäfigs werden nun noch vorsichtig (!) zurück gebogen, das Lager zurück auf die Lagerbrücke gesetzt und ich bin für heute fertig!

Sonntag, 8. November 2015

Dual 1229: Einmal bitte wie neu - Teil 1 Übersicht und Motor




Derzeit bei mir auf der Werkbank: Ein Dual 1229, der nach rund vierzig Jahren komplett überholt werden soll. In einem ersten Schritt habe ich den Dual soweit es sinnvoll ist zerlegt und die einzelnen Teile von altem, verharztem Fett gereinigt.


Den Motor habe ich als erstes Stück demontiert. Dieses Exemplar scheint erst wenig gelaufen zu sein, die Motorwelle war so gut wie gar nicht eingelaufen. Mit ein wenig Politur war die Welle wieder blank.


Das untere Motorlager habe ich geölt, genauso wie ...


... das obere!


Mehr im nächsten Teil dieser Reparaturgeschichte!

Freitag, 16. Oktober 2015

Neu eingetroffen: Thorens TD 115


Bei mir neu ist ein Thorens TD 115, damals immerhin das zweitgrößte Modell nach dem TD 126 in der Thorens-Hierarchie. Mit diesem teilt sich der TD 115 auch den Antriebsmotor, das ist auch der Grund, weshalb viele dieser Plattenspieler geschlachtet wurden.


Die Bedienung erfolgt über drei große Schiebeschalter für Drehzahl, Start und Tonarmlift. Der TD 115 besitzt eine elektronische Endabschaltung, der Motor stoppt und der Arm wird am Ende der Platte angehoben. Er kann jedoch auch komplett manuell betrieben werden.


Dieses Modell ist mit dem (optinal erhältlichen) Tonarm TPO 70 ausgestattet. Dieses Endrohr hat einen integriertes Ortofon-System, dadurch hat der Arm eine effektive Masse von lediglich 4,5 g.


Der TD 115 hat ein beleuchtetes Stroboskop - wie fast alle hochwertigen Plattenspieler dieser Zeit. Der Neupreis für einen TD 115 mit dem TPO-70-Tonarm betrug übrigens 1980 immerhin 698 DM, für diesen Betrag gab es bei der Konkurrenz aus St. Georgen einen Dual 714q, ebenfalls mit Endabschaltung aber mit einem quarzgeregeltem Direktantrieb.