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Sonntag, 11. Januar 2015

Sony Receiver STR-6065 LED Umbau


Der Sony STR-6065 ist ein wirklich schönes Gerät, leider ist die Beleuchtung seht dunkel und funzelig und bei Tageslicht kaum zu erkennen. Weiterhin sind die heutzutage erhältlichen Glühmittel nicht sonderlich haltbar, und für das Auswechseln der Skalenbeleuchtung muss bei dem Sony aufwändig die Frontblende demontiert werden. Daher entschloss ich mich, das Gerät auf LED umzubauen.

 Benötigt werden:
  • 2 Stück LED-Soffitten für die Skala, erhältlich beispielsweise bei eBay.
  • 1 Stück LED Lampe mit E10-Gewinde für das Instrument, möglichst breitstrahlend. Gibt's beim selben Anbieter wie die Soffitten.
  • Eine Diode, beispielsweise 1N4007. Diese richtet die Wechselspannung des Trafos gleich. LEDs können nur mit Gleichstrom betrieben werden, die vorher verbauten Glühlampen können sowohl mit Gleich- und Wechselspannung betrieben werden.
  • Einen Elektrolyt-Kondensator 16 Volt, 470 µF. Dieser Kondensator glättet nicht nur die Wechselspannung, sondern er lässt die LEDs auch sanft ein- und ausschalten. Anders als herkömmliche Glühlampen erzeugen LEDs das Licht sofort und müssen nicht erst eine Glühwendel zum Leuchten bringen. Mit dem Wert von 470 µF verzögert sich der Ein- und Auschaltvorgang ein wenig, das Ergebnis sieht das wirklich sehr natürlich aus.
Die Diode und den Kondensator habe ich an den Sockel der Instrumentenbeleuchtung gelötet. Diese LED ist mit Lampenlack gefärbt, sodass das Mitteninstrument passend grün beleuchtet wird.


Eingeschaltet:


Wie das Bild unten zeigt, sind die LED-Soffitten deutlich heller als herkömmliche Glühmittel:


Bei den Sonys dieser Baureihe sind die Kanten des Skalenglases ursprünglich grün eingefärbt. Diese Farbe ist im Laufe der Jahre verblichen oder abgeplatzt. Diese Kanten habe ich daher zweimal dünn mit grünem Lampenlack behandelt. Resultat ist eine gleichmäßig grüne Beleuchtung, durch die LEDs deutlich heller als ursprünglich, aber keineswegs kalt oder zu hell.

Bei Bedarf können die hier beschriebenen Modifikationen rückstandslos zurückgebaut werden, da keine großen Umbauten vorgenommen wurden!

Dienstag, 6. Januar 2015

BR26 - das Gehäuse

Hier nun für den ambitionierten Selbstbauer eine Zeichnung mit fast allen Bemaßungen meiner BR26.

Die Wandstärke beträgt bei allen Seiten 19 mm. Nicht eingetragen sind die Durchmesser der Chassis-Einfräsungen und der Schallwand-Öffnungen.

Die Zeichnung gibt's auch als PDF.



Als kleine Anregung zur Gestaltung die Produktinformation von Stratron. Die bunten Gehäuse habe ich noch nirgends gesehen, wahrscheinlich sind diese nur für dieses Foto einmal gebaut worden.


Mittwoch, 1. Mai 2013

Lange Leitung - neues Audiokabel nicht nur für Dual

Dual-Plattenspieler sind seinerzeit von den Erbauern mit wirklich hochwertigen Audiokabeln versehen worden -  auch wenn das etwas unscheinbare Äußere diese Qualitäten geschickt verbirgt. Häufig sind aber diese Kabel beschädigt, nicht mehr vorhanden oder müssen aus anderen Gründen getauscht werden. Nimmt man nun ein beliebiges Kabel, dann passen in den seltensten Fällen die elektrischen Eigenschaften des Kabels, das neue Kabel hat eine zu hohe Kapazität, das angeschlossene System klingt zu dumpf oder auch zu spitz - je nach Länge und Qualität des Kabels.

Als ein ideales Kabel für Plattenspieler eignet sich RG174; dieses hat zum einen eine sehr niedrige Kapazität, ist hinreichend dünn, sodass selbst die Subchassis der Thorens-Geräte frei schwingen können und es ist wirklich preisgünstig. Möchte man ein neues Kabel für einen Dual bauen, dann braucht man folgende Komponenten:

- Etwa 2 x 1 m RG174 (607447)
- Ein Paar Cinch-Stecker in Conrad "High End"-Ausführung, das ist genau das richtige für alte Duals (737309)
- Vier Stück Flachsteckhülse (737241)
- Für's gute Aussehen noch einen guten Meter Geflechtschlauch (543006)
- Etwas Schrumpfschlauch
- Etwa einen Meter dünnes Kabel etwa aus dem Modellbau zum Potentialausgleich (Massekabel)
- Eventuell einen Gabel- und eine Ringkabelschuh 3,2 mm (737168 und 731615)

In den Klammern sind die entsprechenden Artikelnummern bei Conrad, die Artikel gibt es selbstverständlich auch bei anderen Händlern, aber "C" ist eben in vielen Städten vorhanden.


Als erstes überziehe ich die zwei RG174-Kabel mit dem Geflechtschlauch; dieser sollte dabei mindestens genauso lang sein wie das Kabel, da der Geflechtschlauch sich dehnt und dabei kürzer wird. Das Massekabel kann ebenfalls dort hinein, dann ist die Optik noch ein wenig aufgeräumnter. Auf der einen Seite werden die Cinch-Stecker verlötet, auf der anderen entsprechend die Flachsteckhülsen. Der Geflechtschlauch wird mit Schrumpfschlauch gesichert.

Fertig sieht das Kabel dann so aus:


Das Massekabel kann man noch auf der einen Seite mit einem Ringkabelschuh versehen, auf der anderen (je nach Verstärker) eventuell einen Gabelkabelschuh.

Die Flachsteckhülsen werden auf die Gegenstücke am Kurzschließer geschoben, das Massekabel an der Zugsicherung befestigt:


Wichtig ist, die vorhandene Massebrücke am Kurzschließer zu entfernen, da ursprünglich dort die Gehäusemasse auf Schaltungsmasse gelegt wird. Einfach die Drahtbrücken am Kurzschließer durchkneifen.

Fertig:


Mittwoch, 6. Februar 2013

Danke, liebe Sony-Ingenieure der 70er Jahre!

Ich bin immer noch mit der Restauration meines STR-6065 beschäftigt (der wahrscheinlich bei mir ein Dauer-Bleiberecht bekommen wird). Mein heutiges Projekt war der Austausch des Netzschalters.

Für viele klassische Hifi-Geräte ist es extrem schwierig, passende Netzschalter zu besorgen. Die Sony-Ingenieure der frühen 70er Jahre haben genialerweise einen immer noch erhältlichen Mikro-Schalter in den STR-6065 eingebaut:


Links der brizzelde Original-Schalter, rechts der Austauschtyp eines großen Elektronik-Kaufhauses.